Literatur

Klassiker zum Thema Sprache und Politik

Rauter, E.A. (1978): Vom Umgang mit Wörtern. München: Weismann.

E.A. (Ernst Alexander) Rauter ging kritisch und kunstvoll mit der Sprache um. Im Gegensatz zu vielen anderen Sprachkritikern zeichnete er sich dadurch aus, dass er einen klaren politischen Standpunkt hatte. Für mich war dieses Buch lehrreich, weil er darin die Produkte der linken Journalistenkollegen aus linker Perspektive kritisiert.

Sternberger [Dolf], Storz [Gerhard[, Süskind [Wilhelm E.] (1957:1968): Aus dem Wörterbuch des Unmenschen. Neue erweiterte Ausgabe mit Zeugnissen des Streites über die Sprachkritik. Hamburg und Düsseldorf: Claassen.

(Das Buch ist später bei dtv, dann bei Ullstein nachgedruckt worden.)

„Der Verderb der Sprache ist der Verderb des Menschen. Seien wir auf der Hut!“ steht als Vorbemerkung in der ersten Ausgabe. Mit dem „Unmenschen“ ist zunächst der Nazi und der Militarist gemeint, dessen verbrecherische Bürokratie Wortungeheuer geschaffen hat, die das Menschenverachtende an seinem Tun gleichzeitig verschleieren und weiterführen. In den späteren Auflagen wird mit weiteren Beispielen gezeigt, „dass der Unmensch nicht erst im Jahre 1933 in der Sprache aufgetreten ist – so wenig, wie er im Jahre 1945 abgetreten wäre. (S. 15)

Lehrbücher zum Thema kreatives Schreiben

Fasel, Christoph (2013): Texsorten 2. Aufl. Konstanz: UVK.

Dieses Buch zeigt nicht nur, wie sich die wichtigsten journalistischen Texttypen voneinander unterscheiden, sondern lehrt auch die wichtigsten Prinzipien des Recherchierens, Konzipierens, Strukturierens, Formulierens…

Häusermann, Jürg (2011): Journalistisches Texten. 3. Aufl. Konstanz: UVK.

Schreiben bedeutet im Journalismus vor allem die Auseinandersetzung mit der Sprache anderer. Fast alles, was ein Journalist oder eine Journalistin schreibt, entsteht auf Grund von Texten. Wer diese unreflektiert benutzt, übernimmt ungewollt auch Meinungen und Positionen. Journalistisches Texten zeigt, wie es möglich ist, eine eigene Sprache zu bewahren und klar und attraktiv zu formulieren.

Matzen, Nea (2014): Onlinejournalismus. 3. Auflage. Konstanz: UVK

Eine Einführung in die Besonderheiten des journalistischen Arbeitens im Web. In kompakter Form wird gezeigt, welche beruflichen Möglichkeiten Onlinejournalismus bietet und was man neu lernen muss, um gute Online-Texte zu verfassen.

Perrin, Daniel (2006): Medienlinguistik. UTB 2503. Konstanz: UVK.

Ein Lernprogramm für Studierende, voll praktischer Beispiele und Aufforderungen, mitzudenken.

Reiter, Markus (2010): Klardeutsch. Neuro-Rhetorik, nicht nur für Manager. 2. Aufl. München: Hanser.

Unterhaltsam, anregend. Der Autor hat sich in die Ergebnisse der Neurobiologie eingearbeitet und begründet seine Tipps mit entsprechenden Erkenntnissen. Das Buch ist trotzdem höchst vergnüglich.

Storytelling

Lampert, Marie/Wespe, Rolf (2011:2013): Storytelling für Journalisten. Konstanz und München: UVK.

Ein ausführliches und differenziertes Lehrbuch des journalistischen Erzählens.

Jiwa, Bernadette (2013): The Fortune Cookie Principle. The 20 keys to a great brand story and why your business needs one. Australia [sic!]: The Story of Telling Press. [e-book])

Ein anregendes Lehrbuch zum Thema Storytelling und Marke.

Montague, Ty (2013): True Story. How to Combine Story and Action to Transform Your Business. Boston, Mass.: Harvard Business Review Press.

Montague fordert den Leser auf, für sein Unternehmen die eigene „Metastory“ zu entwickeln, „a story that is told through action“. An seinen Beispielen wird deutlich, dass die Geschichte von Nike nichts mit Schuhen zu tun hat und die Geschichte von Walmart nichts mit Läden. Storytelling ist nicht die Geschichte, die die Firma erzählt, sondern die Geschichte, in der ihre Kunden mitmachen.

Mathematik für Journalisten

Hier einige Klassiker, die es sich zu lesen lohnt und die demonstrieren können, dass der Umgang mit Zahlen vergnüglich sein kann:

Krämer, Walter (1991): So lügt man mit Statistik. Frankfurt/Main: Campus.

Krämer, Walter (1994): So überzeugt man mit Statistik. Frankfurt/Main: Campus.

Paulos, John Allen (1988): Innumeracy: Mathematical Illiteracy and its Consequences. New York : Hill and Wang.

Und hier ein Text, der in diesen Zusammenhang gehört und dem ich viel verdanke:
Signer, Rolf (1994): Argumentieren in der Raumplanung. Diss. Zürich: ETH – Ich werde es gelegentlich in einen Beitrag zum Thema Argumentation einbetten.