Storytelling, Teil 5:
 Andere erzählen lassen (Storydoing)

Wenn ich meine Marke aufbauen wollte, würde ich nicht meine Geschichte, sondern die Geschichte von anderen erzählen.

Ich würde dafür sorgen, dass sich alle, die meine Marke erreichen soll, als Teil meiner Geschichte verstehen. Ich würde nicht meine Geschichte erzählen, sondern dafür sorgen, dass andere meine Geschichte erzählen (virales Marketing).

Ty Montague propagiert den Übergang vom Storytelling zum Storydoing. (Vgl. sein Buch True Story.)

Er fragt seine Unternehmenskunden:

Wer bist du heute?
Für wen bist du da?
Auf welcher Bühne trittst du auf?
Was hast du der Welt zu geben?

Aus diesen vier Fragen (die ich hier extrem vereinfacht habe) entsteht das, was er Metastory nennt. Sie setzt sich zusammen aus dem Protagonisten (dem Unternehmen mit seinen einzigartigen Eigenschaften und Möglichkeiten), den Teilnehmern (den Mitgliedern der Zielgruppe mit ihrer eigenen Story), der Bühne (dem wirtschaftlichen und kulturellen Kontext, in dem sich das Unternehmen bewegt) und dem Ziel (der Leidenschaft, einen Beitrag zur Verbesserung der Welt zu leisten).

Auch wer diesen idealistischen Ansatz nicht voll und ganz übernimmt, erkennt den Unterschied zum klassischen Erzählen.

Eine Marke, die so aufgebaut wird, wird zu einem Gegenstand, der in Social Media verhandelt wird. Das Erzählen bekommt dort ein Eigenleben – zum Wohl oder manchmal auch zum Schaden der Marke.